Wenn Schatten zu flüstern beginnen2026

Photographs/Collages, Video

Wie tief schreiben sich Bildpolitiken und Ideologien in ein künstlerisches Werk ein? Die Arbeit „Wenn Schatten zu flüstern beginnen“ von Christina Werner untersucht das bildliche Schaffen von Stephanie Hollenstein, Helene Krauss, Grete Kmentt-Montandon und Sophie Noske-Sander. Alle vier nahmen zwischen den 1920er- und 1960er-Jahren leitende Funktionen in der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) ein und weisen eine belegbare Nähe zum Nationalsozialismus auf.

Die künstlerische Arbeit untersucht die Darstellungen von Landschaften, Menschen und Stillleben von 1934 bis 1944. Sie geht der Frage nach ob und wie sich politische Gesinnung und ideologische Einschreibungen im künstlerischen Werk der Frauen sichtbar machen.

Die Recherche basiert auf Material aus dem VBKÖ-Archiv, dem Wien Museum, dem Künstler:innenhaus-Archiv und DOCK 20 –Kunstraum und Sammlung Hollenstein.

Durch die Zusammenführung und künstlerische Verarbeitung dieser Bestände werden die Mechanismen von Macht und Anpassung während der Zeit des Austrofaschismus und des Nationalsozialismus sichtbar gemacht.

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Die Arbeit wurde durch eine VBKÖ-Archiv Residency finanziert. Dank an DOCK 20 –Kunstraum und Sammlung Hollenstein für  Reisekostensupport.